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Wer motiviert mich heute?

By 21. Februar 2018 No Comments

Die 7 besten Tipps für Ihre Selbstmotivation als Verkäufer

Selbstmotivation

Entgegen der landläufigen Meinung ist Verkaufen eine hohe Kunst. Wie ich bereits in meinem Artikel „Die hohe Kunst des Verkaufens im Einzelhandel“ geschrieben habe, gehört zu einem exzellenten Verkäufer mehr, als nur einfach anwesend zu sein.

Es wird von einem Verkäufer viel verlangt. Er muss eine hohe Flexibilität an den Tag legen und mit jedem „können“. Er muss ein sehr gutes Wissen über seine Produkte haben, die gewünschten Zahlen erbringen, ohne dem Kunden den Verkaufsdruck, dem er ausgesetzt ist, spüren zu lassen. Darüber hinaus gibt es auch immer etwas nebenbei zu tun. Ware in die Regale bringe, das Geschäft sauber halten und noch vieles mehr.

Verkaufen im Einzelhandel ist kein Honiglecken

Und zu dieser vielfältigen Tätigkeit kommen dann auch noch Kunden, die nicht immer sehr freundlich sind. Manchmal lausche ich nur kopfschüttelnd den Geschichten von Verkäufern im Einzelhandel, die mir erzählen, dass sie von Kunden beschimpft, mit Produkten beworfen werden, oder ähnlichen haarsträubenden Aktionen. Nein, Verkaufen ist wirklich kein Honiglecken.

Zur hohen Kunst gehört es dann natürlich auch, dass sich die Verkäuferin bzw. der Verkäufer, nach einem unfreundlichen Kunden ganz rasch auf den nächsten Kunden einstellt und nicht die negative Stimmung auf ihn überträgt. Das könnte den ersten Eindruck und all das, was danach kommt, stark negativ beeinflussen und einen vielleicht doch freundlichen Kunden verschrecken.

Für die eigene Motivation ist man selbst verantwortlich

Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich der Verkäufer gut selbst motivieren kann. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das für niemanden gut. Weder für den Verkäufer selbst, noch für den Kunden oder die Kollegen.

Ich weiß, dass es Mitarbeiter gibt, die darauf warten, dass sie motiviert werden, aber eine wirklich stabile Motivation kann nur von einem selbst kommen. Niemand kann einem das abnehmen. Motivation die von außen kommt macht letztendlich abhängig von anderen und ist selten wirklich stabil.

Aber wie kann man sich selbst motivieren?

Selbstmotivation Tipp 1: Abhaken

Wenn man gerade einen unangenehmen Kunden hatte und das Gespräch schwierig gelaufen ist, dann ist es gut das Gespräch so rasch als möglich abzuhaken. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nichts falsch gemacht haben, dann hängen Sie dem Gespräch nicht zu lange nach. Natürlich heißt das nicht, dass man nicht darüber reflektieren sollten, wenn es zu oft vorkommt. Aber wenn man weiß, dass man einen guten Job macht und sich um die Kunden bemüht, dann hat es keinen Sinn, sich die Motivation kaputt machen zu lassen. Machen Sie einen Haken unter das Gespräch und lassen Sie ganz bewusst die negativen Emotionen mit dem Kunden gehen, wenn er das Geschäft verlässt.

Selbstmotivation Tipp 2: Keinen Jammerzirkel bilden

Was sehr gerne gemacht wird, ist einen Jammerzirkel zu bilden. Man erzählt gleich seiner Kollegin bzw. seinem Kollegen was gerade schlimmes passiert ist. Es wird zwar immer behauptet, dass man damit seine negativen Emotionen loswird und dass es einem danach besser geht, aber das ist leider nicht der Fall. Denn im Normalfall erzählt dann jeder der Kollegen was ihm Negatives widerfahren ist und schon haben wir den schönsten Jammerzirkel. Motiviert ist danach garantiert niemand mehr. Letztendlich geht es damit niemanden besser, sondern man hat dafür gesorgt, dass auch die Kollegen den Fokus auf das Negative gelegt haben.

Um sich nach einem anstrengenden Gespräch wieder einen Motivationsschub zu holen, wäre es besser eine Kollegin, oder einen Kollegen zu bitten, einem etwas Nettes zu erzählen. Ablenkung ist in diesem Fall besser, als eine „Therapiegruppe“ zu bilden.

Selbstmotivation Tipp 3: Keine Generalisierungen

Eine Teilnehmerin hat mir erzählt, dass wenn in der Früh der erste Kunde unfreundlich ist, der ganze Tag für sie gelaufen sei. Sie wisse dann, dass an diesem Tag nur unangenehme und schlecht gelaunte Kunden das Geschäft betreten würden. Diese Generalisierung kann allerdings fatale Folgen haben.

Wenn ich davon ausgehe, dass alle Kunden heute mühsam und anstrengend sind, nur weil vielleicht ein Kunde in der Früh unfreundlich war, dann wird es auch genauso sein. Nicht weil sich alle anstrengenden Kunden verabredet haben, um mich zu quälen, sondern weil mein Fokus nur auf diesen Kunden liegt.

Alle netten Kunden werden gleich übersehen und existieren an diesem Tag nicht. Abgesehen davon, dass man mit dieser Einstellung ganz sicher nicht freundlich und offen auf Kunden zugeht und diese vielleicht genau deshalb mühsam werden.

Selbstmotivation Tipp 4: Fokus auf die netten Kunden

So wie man den Fokus auf die weniger netten Kunden legen und sich damit jeglicher Motivation berauben kann, kann man sich auch in so einem Moment an alle netten Kunden erinnern. An Kunden mit denen man einen ausgezeichneten Kontakt hat. Es wird immer Menschen geben, die nicht so freundlich sind, aber es gibt Gott sei Dank mehr freundliche als unfreundliche und genau darauf sollte man sich konzentrieren.

Wer sind die Kundinnen und Kunden, bei denen Ihnen das Herz aufgeht, wenn sie das Geschäft betreten? Die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die immer gute Stimmung und Emotionen im Schlepptau haben? Konzentrieren Sie sich lieber auf diese, als auf die paar wenigen negativen Kunden, die es eben auch gibt. Man könnte es ja auch so sehen, dass man ohne die anstrengenden Kunden, die freundlichen gar nicht so richtig zu schätzen wüsste.

Selbstmotivation Tipp 5: Nicht persönlich nehmen

Wenn ein Kunde unfreundlich und unangenehm ist und Sie wissen, dass Sie sich korrekt verhalten haben, dann nehmen Sie es nicht persönlich. Es muss gar nichts mit Ihnen zu tun haben. Jeder hat mal einen schlechten Tag und manche Menschen lassen das gerne an anderen aus. In diesem Fall waren leider Sie der Leidtragende.

Wenn es öfter passiert, dann holen Sie sich Feedback von Ihren Kollegen, oder Ihrer Führungskraft ein. Vielleicht haben sie einen Tipp für Sie, wie Sie solche Situationen vermeiden können. Es muss nicht sein, dass Sie etwas falsch machen, aber es kann sein, dass Sie zum Beispiel mit Ihrer Körpersprache signalisieren, dass man so mit Ihnen umgehen kann. Mehr dazu finden Sie in meinem Artikel „Wissen Sie was Ihr Körper spricht?„.

Selbstmotivation Tipp 6: Nicht mit nach Hause nehmen

Wenn ein Tag vielleicht nicht so gut gelaufen ist, dann schließen Sie ihn ab, bevor Sie das Geschäft verlassen. Nehmen Sie die negative Energie nicht mit nach Hause. Sie können sich fragen, was sie besser machen können, wenn es an Ihnen gelegen hat und dann ziehen Sie einen Schlussstrich unter den Tag. Es gibt auch diese Tage, an denen irgendwie alles schiefgeht. Es gibt aber keinen Grund, dem länger nachzuhängen als notwendig.

Machen Sie einen Haken darunter, erholen Sie sich, denken Sie an Ihre Erfolge, die es sicher auch gibt und sammeln Sie neue Energie für den nächsten Tag. Das hilft Ihnen Ihre Motivation wieder zu finden.

Selbstmotivation Tipp 7: Neuer Kunde, neues Glück

Sehen Sie es als Spiel. Sie haben bei jedem Kunden die Chance ihn zu begeistern und ihm was Gutes zu tun. Je öfter Sie das schaffen, umso mehr Motivation haben Sie. Und nein, man kann nicht immer alle begeistern, genauso wenig wie man immer gewinnt. Die Misserfolge helfen uns auch zu wachsen und zu lernen. Sehen Sie unfreundliche Kunden als Ihre Chance zum Lernen und machen Sie das Beste daraus.

Steuern Sie Ihre Motivation selbst

Verkaufen ist eine herausfordernde und auch schöne Tätigkeit, wenn man weiß wie man seine Motivation selbst steuert und für sich selbst gut sorgen kann, auch wenn es mal heiß hergeht.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie viele tolle und freundliche Kunden haben, die Sie begeistern können und wenn es mal nicht so ist, dass Sie auch mit diesen Situationen gut umgehen und Ihre Motivation wieder rasch finden können.

Wie motivieren Sie sich?

Wie geht es Ihnen mit der Selbstmotivation? Gelingt es Ihnen gut sich auch nach anstrengenden Kundengesprächen wieder selbst zu motivieren? Oder neigen Sie dazu einen Jammerzirkel zu veranstalten und sich von einem negativen Kundengespräch den Tag verpatzen zu lassen?

Ich würde mich über einen Kommentar von Ihnen sehr freuen.

Ihre
Regina Kmenta

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